Der DRK-Landesverband Brandenburg und der DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald überreichten das „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ an das DRK-Generalsekretariat an einem zukunftsträchtigen Ort: Im Brandenburgischen Luckenwalde baut das Deutsche Rote Kreuz derzeit eines der größten und modernsten Bevölkerungsschutzzentren Deutschlands. Dort werden zukünftig Materialien für Einsätze des DRK im In- und Ausland – von Zelten über medizinisches Material bis hin zu Einsatzfahrzeugen – gelagert werden, um Menschen in einem Krisenfall schnell helfen zu können. Vertreter des DRK-Generalsekretariats, des DRK-Landesverbands Brandenburg und des DRK-Kreisverbands Fläming-Spreewald zeigten mit der Fackelübergabe die Stärke der engen Zusammenarbeit aller DRK-Gliederungen.
Ort der Fackelübergabe sinnbildlich für Arbeit des DRK
„Das Licht der Hoffnung und Menschlichkeit, sein Weg und die Beteiligten zeigen, für was das Deutsche Rote Kreuz steht: Für den engagierten Einsatz im Sinn der Menschlichkeit. Ob im Ehrenamt oder Hauptamt, ob in den Bereitschaften, der Wasserwacht, dem Jugendrotkreuz, der Bergwacht, der Internationalen Zusammenarbeit oder in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit. Das DRK wirkt zusammen und ist ein wichtiger Anker unserer Gesellschaft. Auch der Ort der Übergabe ist Sinnbild für unsere Arbeit, schließlich werden in Luckenwalde zukünftig Materialien für unsere Einsätze im In- und Ausland gelagert“, sagt Philipp Wiesener, Bundesbeauftragter Katastrophenschutz.
Zusammenarbeit über viele Ebenen beim Roten Kreuz
„Das DRK in Brandenburg beteiligt sich wie jedes Jahr gern an dem Fackellauf nach Solferino, da dieser die Menschlichkeit und die in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung gelebte Gemeinschaft in den Fokus rückt. Diese tolle, verbindende Aktion zeigt sehr anschaulich, wie beim Deutschen Roten Kreuz viele Hände ineinandergreifen und wir über alle Ebenen hinweg zusammenarbeiten, um in vielfältigster Weise für Menschen in Not da zu sein – vom Ehren- bis zum Hauptamt, vom Generalsekretariat bis zum Ortsverein“, sagt Christian Hörl, Vorsitzender des Vorstands des DRK-Landesverband Brandenburg e.V.
Menschlichkeit kennt keine Grenzen
„Für uns ist dieser Moment in Luckenwalde mehr als eine symbolische Übergabe – er berührt uns tief. Das Licht der Hoffnung und Menschlichkeit steht für das, was unsere ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer jeden Tag antreibt: die Überzeugung, dass Menschlichkeit keine Grenzen kennt. Dass wir dieses Licht ausgerechnet hier weitergeben, wo bald eines der modernsten Bevölkerungsschutzzentren Deutschlands entsteht, erfüllt uns mit echtem Stolz“, so Jan Spitalsky, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbands Fläming-Spreewald.
Seit 1992 erinnern tausende Menschen aus der ganzen Welt alljährlich rund um den 24. Juni bei einem Fackelzug (italienisch = Fiaccolata) des Italienischen Roten Kreuzes an die Anfänge der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung in Solferino. In einer bundesweiten Aktion sendet das Deutsche Rote Kreuz seit 2021 eine Fackel für die Fiaccolata nach Solferino. Nach der Art eines Staffellaufs wird eine Ölfackel von Rotkreuzgliederung zu Rotkreuzgliederung bundesweit weitergereicht, bis dieses „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ dann rund um den 24. Juni (dieses Jahr am 27. Juni) Solferino erreicht, wo der traditionelle Fackellauf der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond- Bewegung nach Castiglione delle Stiviere stattfinden wird. Auf ihrem Weg durch Deutschland wird die Fackel von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen des DRK weitergetragen und macht an verschiedenen Orten Halt, an denen das Engagement des Roten Kreuzes sichtbar wird. Der Fackellauf startete in diesem Jahr beim Tschechischen Roten Kreuz in Königgrätz (Hradec Králové).
Das „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ durchlief seitdem die DRK-Landesverbände Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Am 27. Juni wird das Licht der Hoffnung und Menschlichkeit das Italienische Rote Kreuz in Solferino erreichen. Hier kann der Fackellauf über Social-Media-Postings der beteiligten Rotkreuz-Gliederungen mitverfolgt werden: www.drk.de/newsroom/fiaccolata/
Historischer Hintergrund:
Am 24. Juni 1859 wurde der Schweizer Henry Dunant auf einer Geschäftsreise mit den Konsequenzen der Schlacht von Solferino konfrontiert, einer der blutigsten Schlachten der Weltgeschichte. Die Schlacht gilt als Geburtsstunde des Roten Kreuzes: In den Tagen nach der Schlacht wurde die etwa acht Kilometer entfernte Stadt Castiglione delle Stiviere durch die Aktivitäten von Rotkreuzbegründer Dunant und insbesondere engagierten Frauen von vor Ort zum Mittelpunkt der Hilfeleistungen für die Verwundeten. Um daran zu erinnern, veranstaltete das Italienische Rote Kreuz das erste Mal im Jahr 1992 einen Fackelzug von Solferino nach Castiglione delle Stiviere.
