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Aufgaben des Suchdienstes

Zu den Aufgabenbereichen des DRK- Suchdienstes gehören Nachforschungen und Familienzusammenführung. Es gibt den Hilfs- und Beratungsdienst sowie das Auskunftswesen bei Konflikten und Katastrophen.

Beim DRK-Suchdienst Hilfe finden

Der DRK-Suchdienst wirkt ganz im Sinne des DRK-Leitmotivs: Aus Liebe zum Menschen. Seit mehr als 68 Jahren setzt er alles daran, die Vermisstenschicksale des Zweiten Weltkrieges zu klären. Fachkundige Beratung und Unterstützung erhalten die Deutschen in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, die mit ihren Familien als Spätaussiedler zu uns kommen möchten. Flüchtlinge und Migranten erhalten beim Suchdienst umfassende Beratung zur geplanten Familienzusammenführung. Rotkreuz-Familiennachrichten werden vom Suchdienst übermittelt, wenn normale Kommunikationswege zusammengebrochen sind.

Zudem steht bundesweit ein Netzwerk von rund 4000 ehrenamtlichen Helfern/innen bereit, um im Falle von Katastrophen und schweren Unglücksfällen in Deutschland Auskunft zum Verbleib von vermissten Familienangehörigen zu erteilen.

Aufgabenbereiche des Suchdienstes

1. Nachforschungen

  • Klärung von Schicksalen vermisster Wehrmachtssoldaten und Nachforschungen nach Kriegs- und Zivilgefangenen einschließlich der Insassen der ehemaligen Internierungslager in der früheren SBZ bzw. DDR. 
  • Klärung von Kindersuchfällen im Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg. 
  • Suche nach Angehörigen, zu denen der Kontakt infolge der Teilung Deutschlands verloren gegangen ist.

2. Familienzusammenführung

  • Suche nach Angehörigen, zu denen der Kontakt infolge der Aussiedlung nach Deutschland verloren gegangen ist.
  • Beratung und Hilfe im Spätaussiedleraufnahmeverfahren und zu der damit verbundenen Familienzusammenführung von Deutschen aus den Aussiedlungsgebieten (Russland, Ukraine, Kasachstan, Usbekistan u.a.). Beratung für Flüchtlinge im Rahmen von geplanten Familienzusammenführungen.

    Mehr Informationen zu Familienzusammenführung erhalten Sie hier »

3. Hilfs- und Beratungsdienst

  • Materielle und gesundheitsfürsorgerische Hilfen für deutschstämmige Personen und deren Familien, die noch im Herkunftsgebiet verblieben sind.

4. Auskunftswesen bei Konflikten und Katastrophen (nationale und internationale Suche)

  • Hilfe für Menschen, die den Kontakt zu ihren Angehörigen infolge von Katastrophen oder Unglücksfällen verloren haben. Beschaffung von Auskünften über den Verbleib von Kriegsgefangenen, Zivilinternierten, Flüchtlingen und Migranten bei Kriegen und bewaffneten Konflikten in der Gegenwart 

Wie arbeiten unsere Kreisauskunftsbüros?

15 Kreisauskunftsbüros (KAB) gibt es im Land Brandenburg. Ihre Hauptaufgabe ist es, im Konflikt- oder Katastrophenfall Auskunft über den Verbleib von vermissten Angehörigen zu geben. Unsere Mitarbeiter nutzen eine Software, die speziell auf die Erfassung und Auswertung von Personendaten ausgelegt ist. In einer Datenbank werden Informationen gesammelt, elektronisch und analog, und mit den Anfragen abgeglichen.